• Schonzeit

  • Turnaround - Musica C7777150

  • 1. Schonzeit


    in a ganz a kloans haus
    in a ganz a schens tal
    ja da zoichts mi halt zruck
    allweil wieder einmal

    koan friedn hat ´s mir gelassen
    koa ruah hat´s mir gebn
    i muass weg aus der stadt
    denn so a hektisches lebn

    hat mi zrucktriebn zu dir
    ohne rast ohne ruah
    über berig und tal

    und dös herz hat ma klopft
    wia ri ankimm auf d´ nacht
    I hab ghorcht und hab gschaut
    ob bei dir no wer wacht

    duris zuagmachte fenster
    ob i no was vernimm
    nur an oanzign laut
    oder dei liabliche stimm

    wann i wieder bei dir bin
    ja da find I mei ruah
    es is egal, was i tua




  • i moa mit dir werdn die zeiten
    wieder schena werdn
    lena du hast mi halt denna no gern
    i sag mit dir werdn die zeiten
    wieder schena werdn
    lena du hast mi halt denna no gern

    dein herz is für mi
    wia ran ewiger brunn
    und so warm geht’s davon
    wia im moa von der sunn

    a tür tuat sich auf
    und i geh eini zu dir
    es schaut grad a so aus
    als gang i zu mir

    wann i wieder bei dir bin...

    i moa: mit dir werdn die zeiten...

    hiaz kemman scheni zeiten...



    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g. egger
    original: ´s müaderl

  • 2. Strawanzer


    in der fern hams mi gern
    ham a freud wann i sing
    aber wann i dann hoamkimm
    vernimm i euer stimm

    er is wieder da
    der umanandastrawanzade bua
    und i sag dir er kannix
    er tuat und hat tannix
    aber geld a hat er anscheinend gnua

    aber i sag
    leut tuats enk do nix an
    in der weit ja da lern i dös fliagn
    und da kimmi als a lümmi hoch auffi,
    dass i lümmi kann den hümmi berührn




  • ja wia schaut er denn aus
    a du kennst ja sei art
    er hat aufgestellte haar
    und dazua no an hängaden bart

    ja was hat er denn an
    a so a narrisches gwand
    schau wia der da beinand is
    a so wia der da beinand is
    mein gott dass der sich nit schamt

    drum sag i leut tuats enk do nix an...


    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g. egger
    original: wo der pfennig gschlagn is, gilt er nix

  • 3. Der Toni und die Vroni


    der toni und die vroni
    singan von der heh
    doch wann der toni ohne vroni
    mit der moni singt
    dann tuats erst richtig sche

    der toni und die vroni
    gengan auf an tanz
    doch wann die vroni ohne toni oben ohne tanzt
    dann tuats dös weit liaber mitm franz

    weil der toni der hat an hatschadn gang
    und die vroni die hat an kratschadn gsang
    dös hatschade dauert dem dirndl zlang
    und der bua mag koan kratschadn gsang

    sie mecht gern oan der springt wia ra böcki
    er oane die singa kinnt wia ra glöcki
    aber sie hat an kritschadn kratschadn gsang
    und er sein hatschadn gang

    der toni und die vroni...

    weil der toni der hat an hatschadn gang
    und die vroni die hat an kratschadn gsang




  • dös hatschade dauert dem dirndl zlang
    und der bua mag koan kratschadn gsang

    natürli is ihr nit der hatschade recht
    und natürli dass er nit die kratschade mecht
    denn andere vögel singan a nit schlecht
    und ihr war a tanzada recht.

    der toni und die vroni...

    es nutzt eahna nix
    sie kemman bald von die federn aufs stroh

    dann is hatschade um dös kratschade
    und dös kratschade um dös hatschad froh
    ´s hatschade um dös kratschade
    und dös kratschade um dös hatschad froh

    der toni und die vroni...




    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/ g. egger
    original: ain paarl für häufti

  • 4. A wild rinnads Wasser


    oft mags halt nicht gradaus geh
    und dös is dir a pein
    aber grad so gscheit wia a bacherl
    wirst denna no wohl sein

    dös windt si und dös boigt si
    dös schlingt si und dös schmoigt si
    nur geh so gluckerts nur geh
    is allweil no besser wia steh

    du bist grad wia ra wild rinnads wasser
    du bist grad wia a ra wildbach in der klamm
    du bist grad wia ra wild rinnads wasser
    und wilde wossa raufn si gern zsamm

    oft mags halt nit virigeh
    und dös lasst dir koa ruah




  • doch gescheit sein so wia der summawind
    dös trau i dir scho zua

    der rührt si und der müaht si
    steigt auffi und verliert si
    nur geh so sagt er nur geh
    is allweil no besser wia steh.

    du bist grad wia ra wild rinnads wasser
    du bist grad wia a ra wildbach in der klamm
    du bist grad wia ra wild rinnads wasser
    drum kemman wir zwoa allweil wieder zsamm
    bleib a so in gott´s nam


    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g. egger
    original: wia´s bacherl so gschaidt

  • 5. König von Paris


    wann i nur halb so reich war
    wia manchmal oana prahlt,
    ja da hätt i do schon längst
    am himmel wolkenbänk angmalt.

    geld hätt i dann wia mist,
    a goldschatz war mei göd
    und die armen und die kloanen leut,
    die achtat i dann nit.

    wann i halb so wichtig war,
    wia der moant, dass der schon is,
    war i mehr noch wia der papst,
    i war der könig von paris.

    wann i nur halb so gläubig war,
    wia manchmal oana tuat,
    ja, dann stachat ma koa hendl ab
    schon zwegn dem roten bluat.

    koa kitzerl und koa lampö,
    koan frischling und koa kalm.
    nur erdäpfelschmarrn assat ma
    und s´troad mitsamt die halm.

    wann i nur halb so schön war,
    wofür si der da halt,
    war i längst schon wia die sunn
    und wia der mond in oana gestalt.




  • der pfau legat sein radl zsamm
    voll ärger und vor zorn
    und die roten röserl stachatn si
    mit die eignen dorn.

    wann i halb so wichtig war.....

    wann i nur halb so ehrlich war,
    wia manchmal oana schwört,
    ja dann hätten s´ mi schon
    mit die gauner in a kammerl gsperrt.

    aber sehgts, sie san no frei,
    ham häuser und a geld.
    I sag: pickapockanei,
    so is halt die welt.

    wann i halb so wichtig war.....

    aber guat, jetzt hör i auf,
    sist ruaft ma oana zua:
    dei gsangl, netta halb so lang,
    war a schon häufti gnua.




    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/ g. egger
    original: nur halbert so viel

  • 6. Leben in Ehren


    a leben in ehren
    a so a leben in ehren
    dös hat der herrgott recht gern
    du sollst a so lebn
    sollst allweil so lebn
    so wia ras sehn möcht und hörn

    a singa in ehren
    dös hat der herrgott recht gern
    aber saugsangl dichten
    und die leut ausrichten
    na dös hat er nit gern na na...

    dös tanzn in ehren
    ja ja dös tanzn in ehren
    dös siacht der herrgott recht gern.
    aber tanzn bis tag is
    und bis koa geld mehr im sack is
    na na dös siacht er nit gern

    a glaserl in ehren
    dös lasst der herrgott dir gern
    aber wann si wer tränkt
    und dann wia a bleder schreit: eingschenkt!
    na na dös hat er nicht gern...

    a leben in ehren a so a leben in ehren
    dös hat der herrgott recht gern.




  • aber herrgott im hümmi
    schau der mensch is a lümmi
    und er pfeift auf die ehren
    und er pfeift auf die ehren

    a bummerl in ehren
    a so a bummerl in ehren
    lasst dir der herrgott recht gern
    aber in der staudn hucken
    und koane trümpf aussaruckn
    na dös siacht er nit gern.

    a gschpusi in ehren
    vergunnt der herrgott dir gern
    aber glei davon renna
    dös wär ja no dös schena
    na na dös hat er nit gern...

    a leben in ehren...

    auf die ehren und auf die lehren
    ja da pfeift der mensch gern
    er is hint und vorn scheli
    aber seeli möcht er werdn


    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/ g. egger
    original: alls in ehrn

  • 7. Der Kerschbam


    allweil kreuzlustig
    und traurig gar nia
    steh ri da wia ra kerschbam
    in der ewigen blüah

    dir freili warn die kerschn
    weit liaba wia die blüah
    aber denk nur an die käferl
    und an die andern kloan tier

    die wurln und die webern
    auf mir umadum
    sie san schen gschaftig und schen husig
    und singan gern sumsum

    aber allweil kreuzlusti
    und traurig gar nia
    steh ri da wia ra kerschbam
    in der ewigen blüah




  • enk freili warn die kerschn
    weit liaba wia die blüah
    aber denkts nur an die käferl
    und an die andern kloan tier

    die brauchn koane kerschn
    eahna welt, dös is die blüah.
    was s' nit z’fressn und nit z’knerschn
    mensch dös ghört erscht dir!

    aber allweil kreuzlusti
    und traurig gar nia
    steh ri da wia ra kerschbam
    in der ewigen blüah.

    so wia ra blüahrada kerschbam...

    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g. egger
    original: der blüahade kerschbam

  • 8. Schwarzbraunes Dirndl


    schwarzbraunes dirndl geh zuaha zum zaun
    i möcht dir so gern in die äugerl schaun…

    mag mi die weiße nit und nit die braun
    muass i ma schnell um a schwarze umschaun
    kriag i koa junge nit nimm i die alt
    wann oane zahlt ja die gfallt mir bald.

    mag mi die reiche nit nimm i di arm
    i sag die arm is genau so warm
    und kriag i die gscheite nit i scher mi nix drum
    ´s zuahihabn versteht a die dumm

    schwarzbraunes dirndl geh zuaha zum zaun
    i möchte dir ganz tiaf in die äugerl schaun

    mag mi i die schöne nit a schiache tuats a
    wurscht is denn bei der nacht san alle küah schwa




  • gfallt ma die schia nit dann sauf i mirs schön
    zuahi zum zaun und dann wird´s schon geh

    fest auf der roas tua ri nit long um
    auffi und ohi und umadum.

    so und nit anders tuat der franz
    dirndl geh her da hiaz mach mar an tanz

    schwarzbraunes dirndl...

    liab i di schon oder liab i di nit
    liab i di nit oder liab i di schon...
    schwarzbraunes dirndl...
    du bist mei schwarzbraunes dirndl...


    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g. egger
    original: tutmen

  • 9. In der Hoad


    koa hügi koa riad
    koa gstaudat und koa biad
    koa stadl und koa gheckad
    nix, was ins sist deckad
    koa hügi und koa riad

    wia ra nestl in troad
    tiaf drinnat in der hoad
    z`bonigst am schodagrund
    ja da werdn halt die kina gsund
    drinnat in der hoad

    i lieg in der hoad
    i lieg in der hoad
    und da gspür i den summa
    drinnat im troad

    so weit i a schau
    lacht der hümmi mir so blau




  • ganz hoch iwa meiner
    glei wia iwa deiner
    lacht der himmi mir so blau

    und mein bauch de mua lachn
    was tat er a sist a machn
    war ois a junger in der pfoad
    nit weng drin in troad
    drinnat in der hoad

    i lieg in der hoad…

    drum is ma nit load
    ums kern i da hoad
    boi´s a a weng zrupft is
    wann dös herz a weng ghupft is
    um dös nestl drin in troad

    musik: g. egger, text: w. tuschner/g. egger

  • 10. Resolut


    a mensch der mir zwider is
    dem sag i's gschwind
    und a ding dös mir muckn macht
    schlag i in wind

    der si plagn lasst und ärgert
    dös is der recht narr
    kriagt beizeiten an oids gsicht
    und eselgrawe haar

    i sag mi juckt nix
    mir samma resolut
    i sag mi juckt nix
    mir samma resolut

    hätt i's nit tan
    ha wia guat kunnts ma geh
    und wo kunnt i nit sein
    und wia kunnt i nit dasteh

    aft knotzt er im winkl
    und brüat a so furt
    als obs ebba vom brüatn
    ganz anders wurd




  • i sag mi juckt nix...

    i bin's aber du bist's a
    du bist's aber i bin's a
    i bin's aber du bist's a
    sammas oder nit

    wia's kimmt a so nimm i's
    wia's geht lass is geh
    und wann's ebba nit toa will
    dann sag i lass halt steh

    denn wia ri amoi als bua war
    so bleib i als mann
    von mir da hörst mein lebtag nit
    hätt i’s nit tan

    I sag mi juckt nix...




    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g.egger
    original: resolut

  • 11. I hannix i binnix und i kannix


    in an herzliabn landl
    da woaß i herzliabe leut
    und denen mecht i was antoan
    was was mi gar a so gfreut

    mei vota und mei muatter
    und all die andern guatn freund
    die ham ghaust durt und hausn
    no allweil bis heut

    aber na i moa i hannix
    i binnix und i kannix
    es müassat sei dass enk gfallt
    wann i oans sing...

    wir redn dieselbe sprach
    i wia se und se wiar i
    und natürli verstehn mar uns
    i se und se mi

    und alle leut ham mir was guats tan
    und alle leut ham mi narrisch gern




  • drum mecht i eahna in aller freundschaft
    heut no was schöners verehrn

    aber na, i moa, i hannix,
    i binnix und i kannix
    es müassat sei, dass enk gfallt
    wann i oans sing....

    I mecht, dass enk dös jetzt gfallt
    gfallt's enk nit aft is schad
    nur a spitzbua so sagt a sprichwort
    der gibt mehr her als er hat

    aber na i moa i hannix
    i binnix und i kannix
    es müassat sei dass enk gfallt
    wann i oans sing....



    musik: g. egger, text: f. stelzhamer/g. egger
    original: ans innviertler volk

  • 12. HoamatXang


    kernschnaps brenna blunzn machn
    howan schneidn und an krapfen bachn
    wiesen rama und in budan anrührn
    speck abselchen und in adel ausführn

    s´lauwat rechn besn bindn
    hoabeer suachn und an ratzen auffindn
    sensn dengeln und die mili ansiadn
    zwetschken brockn und an radlbock schiabn

    ja dös war egasden
    aber a heutzutag
    gibts a a musi die a jeder mag

    ja dös war egasden
    aber a heutzutag
    gibts a a musi die man mag

    woaz umschaufeln äpfel pressn
    holz abschneidn und a die säbärn essn




  • hüzschuah schnitzn und in ahnl zuahörn
    ´s heu umdrahn und zwölfi kinder gebärn

    ja dös war egasden...

    sau abstechn federn schleissn
    kraut einstampfn bam umreissn
    drischl dreschn sichel wetzn
    gras hoamführn und moarstoa setzn

    schöber machn und die scheiter kliabn
    stierklee bschnoatn und die kraft nit verliern

    heutzutag ja da wird anders ghandelt
    denn im hoamatland da hat si ebbas gwandelt
    und es es geht uns allen guat aber oft hat man dös gfühl
    der bauernhof verkimmt zur industrie

    musik: g. egger, text: c. wurm/g. egger