Regenbogenland - Das neue Album ist da!

 

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Regenbogenland

Interview mit Mostrocker Gerhard Egger anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Albums 

Frage: Du feierst heuer deinen 70sten Geburtstag und dein 50stes Bühnenjubiläum. Was hat einst dein Feuer für die Musik entfacht?

G. Egger: Meine Familie in Gosau am Dachstein hat viel gesungen und salzkammergütlerische Hausmusik betrieben. Als dann die Beatles und Rolling Stones in mein Leben gerockt sind, habe ich in den 1960er-Jahren damit begonnen, eigene Songs im Rock-Pop-Stil zu schreiben. Die Volksmusik war für mich dann vorerst einmal Vergangenheit. Erst später habe ich sie wieder in meine Musik integriert und so den Alpinrock wohl mitbegründet.

Frage: Wie war die popmusikalische Situation in deinen ersten Jahren?

G. Egger: Damals schossen zwar unzählige Coverbands aus dem Boden, eigene Songs schrieb vorerst aber kaum jemand. In der Szene, in der ich mich bewegt habe, war ich lange Zeit der einzige. Erst später versuchten sich dann immer mehr Musiker auch als Songwriter.

Frage: Warum war das Jahr 1969 für dich ein derart prägendes?

G. Egger: Für die Teilnahme an den 1968-Demonstrationen war ich zu jung, aber die Ereignisse des Jahres 1969 um Woodstock und die Friedensbewegung haben in mir nachhaltige Eindrücke hinterlassen.

Frage: Diese Eindrücke haben dich damals dazu inspiriert, eine Beat-Oper zu schreiben, die jedoch nie veröffentlicht wurde. Nun hast du Ideen daraus für dein neues Konzept-Album Regenbogenland verwendet. Verschaffst du dir damit verspätete Genugtuung?

G. Egger: So kann man es auch sehen. Leider war es mir damals nicht möglich, ein derartiges Projekt auf die Beine zu stellen. Als ich dann im Jahr 1969 mit meiner Band Art Boys Collection völlig überraschend einen Schallplattenvertrag ergattern konnte, mussten wir Singletitel abliefern, um einen Fuß in die Tür des Senders Ö3 zu bekommen. Das haben wir dann auch geschafft. Es gab ja nur eine Handvoll österreichischer Bands mit selbstgeschriebenen Songs.

Frage: Zwischen deinem 70sten Geburtstag und deinem 50sten Bühnenjubiläum liegt eine Differenz von zwanzig Jahren. Hast du erst so spät mit dem Musizieren begonnen?

G. Egger: Wenn man die volksmusikalischen Auftritte meiner Kindheit und die Versuche mit meinen Schulbands mitrechnet, bin ich wohl schon nahezu 60 Jahre bühnenfit. 50 Jahre sind seit meinen ersten Radioeinsätzen durchs Land gezogen. Obwohl mich die breite Öffenlichkeit in manchen Gegenden kaum kennt, hat wahrscheinlich schon nahezu jeder Österreicher im Radio oder TV eines meiner Lieder gehört. Ich habe ja auch so manchen Song für andere Interpreten komponiert. Mit meinem letzten Album Gerhard Eggers Lonely Mostrock Band zum Beispiel konnte ich österreichweit an die 5000 ORF-Radioeinsätze verzeichnen.

Frage: Du legst zwischen deinen Veröffentlichungen immer wieder ein paar Jahre Pause ein. Gibt es dafür bestimmte Gründe?

G. Egger: Ich bin ein passionierter Familienmensch und habe stets gern Wettkampfsport betrieben. So etwa beteilige ich mich auch heute noch an diversen Seniorenmeisterschaften im Tennis. Dazu braucht es natürlich Zeit, die dem Musikmachen dann fehlt. Außerdem wollte ich mich nie mit Haut und Haar in die Mühlen des Showbusiness begeben. Um meine Kreativität erhalten zu können, brauche ich temporäre Rückzüge aus der breiten Öffentlichkeit. So habe ich in den letzten Jahren auch an einem Roman gearbeitet, der nun fertig ist und im nächsten Jahr publiziert werden soll.

Frage: Warum hast du deine neue CD Regenbogenland betitelt?

G. Egger: Der Regenbogen war einst das Symbol der Friedensbewegung, zu deren Protagonisten auch John Lennon gehört hat. Und obwohl mir bewusst war, dass dieser Begriff Missverständnisse zeitigen könnte, wird er doch gegenwärtig auch von anderen Communities verwendet, habe ich ihn aus historischen Gründen als Titelgeber für mein neues Album bevorzugt. Ich wollte damit den Traum von Frieden und Freiheit in Erinnerung rufen, den meine Generation einst realisieren wollte. 

Frage: Welche Form hast du dazu gewählt?

Regenbogenland ist wie fast jeder meiner bisher veröffentlichen Longplayer ein Konzeptalbum, das den Soundtrack für ein Musiktheaterstück transportieren soll. In dessen Rahmenhandlung reist mein fiktives alter ego Harley Hansi per Zeitgeisterbahn zurück ins Jahr 1969, trifft dort mit Lila Lisa auf die Liebe seines Lebens und verbringt mit ihr einen unvergesslichen Sommer. Danach kehren sie nachhause zurück und bleiben allen Höhen und Tiefen zum Trotz ein Leben lang ein Paar.

Frage: Hast du dabei auch autobiographische Quellen angezapft?

G. Egger:  So ist es. Ich bringe auch diesmal in meine Songtexte Autobiographisches ein, allerdings nicht als Dokumentator, sondern als Geschichtenerzähler. In diesem Sinne plane ich innerhalb der nächsten zwei Jahre die Veröffentlichung einer weiteren CD, auf der ich das Thema fortführen und in Form eines konzeptionalen Doppelalbums komplettieren möchte. Trotz meiner 70 Jahre habe ich also noch viel vor. Und ganz besonders freut mich, dass mich meine Mitmusiker Gery Moder, Gerald Landschützer und Stephan Hofer nach wie vor in meinem Schaffen unterstützen.